Rechtliche Grundlagen zu Saatgut

Nach dem Saatgutgesetz 1997 darf Saatgut und Kartoffelpflanzgut nur mit einer entsprechenden Zulassung oder Zertifizierung in Verkehr gebracht werden.
D.h.: gekauftes Saatgut muss zugelassen sein und der Sack einen Sackanhänger haben. Dies können Zuchtsorten oder Erhaltungssorten sein.


Sorten:
Die Sorten, die in der Österreichischen Sortenliste, aber auch im Europäischen Sortenkatalog eingetragen sind, müssen eine Register-, sowie eine Wertprüfung durchlaufen, bei denen ihre wertbestimmenden Eigenschaften festgestellt werden.

Nicht zugelassene Sorten bzw. Herkünfte:
Nicht zugelassene Sorten (zB. alte Landsorten oder andere Herkünfte) landwirtschaftlicher Kulturarten können nicht vermarktet, sondern nur für den eigenen Bedarf vermehrt werden. Es besteht aber die Möglichkeit einer Zulassung als Erhaltungssorte.

Erhaltungssorten:
Werden Landsorten oder alte (von der Österreichischen Sortenliste bereits gestrichene) Sorten wieder zugelassen, so werden sie als Erhaltungssorten bezeichnet. Der Umfang der Vermarktung ist jedoch mengenmäßig beschränkt.

Weitergabe von Saatgut:
Der Austausch bzw. die Weitergabe von geringen Mengen zum Schutz pflanzengenetischer Ressourcen ist gemäß § 4(3) Saatgutverordnung möglich.

Ist von einer Sorte kein Saatgut verfügbar, kann man nur ein (kleines) Sortenmuster beziehen und dieses selbst vermehren.

Ist eine Sorte geschützt, (nationaler oder europäischer Sortenschutz), bedarf die Vermehrung der Zustimmung des Sortenschutzinhabers.

Nähere Informationen auf der Homepage des Bundesamtes für Ernährungssicherheit
http://www.baes.gv.at/

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